An honest reflection: I can be someone who believes in them. But it’s not like they truly need me – I need them way more than they need me. But what i can truly give them is my time and my attention.

Since i started my volunteer work for UDAVI, the tamil NGO that was founded in 1993 in the city of Chennai, we decided that i would not only support their daily work by fundraising and public administration. The Boys shelter in which over 20 kids between 8 and 20 years old who flew from home because of domestic violence; alcohol and/or sexual abuse from the parents; became orphans; were victims of poverty and similar reasons – all of them with their different backgrounds, they are residenting in the shelter and it became their home. And if you believe that this doesn’t happen in our allegedly beautiful west, you are part of the problem. Like i was and am again in another way.

Seit ich meine Freiwilligenarbeit für UDAVI, die tamilische NGO die 1993 in der Stadt von Chennai gegründet wurde, begonnen habe, haben wir zusammen entschieden, dass ich nicht nur ihre tägliche Arbeit mit Fundraisen und Öffentlichkeitsarbeit unterstützen würde. Das Kinderheim für Jungen in dem über 20 Kids zwischen 8 und 20 Jahren, die aufgrund von häuslicher Gewalt; Alkohol- und/oder sexuellen Missbrauch; Waisen wurden; Opfer von Armut und ähnlichen Umständen und deshalb von Zuhause geflohen sind – sie alle mit ihren verschiedenen Hintergründen leben nun im Heim und es wurde ihre Heimat. Und wenn du glaubst, dass das in unserem ach so schönen Westen nicht passiert, bist du teil des Problems. Wie ich es war und auf eine andere Art und Weise wieder bin.

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Since 2 years there are no volunteers from the weltwärts program helping out – and surprise – they still survived. Because they are not only helpless black children from the advirtesement who won’t make it without the privileged western and in 99% of the cases white boy or girl (the fact that i’m black won’t change my privileged position i gained by being born in germany even when i’m not as privileged as some other).

Seit 2 Jahren haben keine Freiwilligen vom Weltwärtsprogramm mehr ausgeholfen – und überraschung – sie haben trotzdem überlebt. Weil sie nicht nur hilflose schwarze Kinder aus der Werbung sind, die es nicht ohne die Hilfe von privilegierten westlichen und in 99% der Fälle weißen Jungen und Mädchen schaffen (Der Fakt, dass ich schwarz bin ändert nichts an meiner privilegierten Position, die ich durch meine Geburt in Deutschland erhielt, auch wenn ich nicht ganz so privilegiert wie andere bin.)

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They have themselves. And a bunch of locals who are trying their best – on their own – to take care of them, educate them, put faith in them. Students who are gaining knowledge in social work are constantly offering their time, elders who give toys and food, blue and white collar workers (Yes. They do exist in india too if you didn’t know) who support the NGO with time and with checks.

Sie haben sich selbst. Und einen Haufen von Einheimischen die ihr bestes versuchen – und zwar ganz von alleine – auf sie aufzupassen, sie zu bilden und an sie zu glauben. Studenten die Erfahrung in sozialer Arbeit leisten und stetig ihre Zeit opfern, Ältere die Spiele und Essen schenken und blue und white collar Arbeiter (Ja. Sie existieren sogar in Indien, falls dus nicht wusstest) welche die NGO mit ihrer Zeit und Checks unterstützen.

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Yes. It may be harder and yes the conditions a NGO in india must face in the backlash of a very different functioning government put them in a position, that cannot be compared to german standards. But no, they are not helpless.

Ja. Es mag härter sein und ja die Umstände für eine NGO in Indien die stetig Widerstand von einer komplett anders funktionierenden Regierung erfahren müssen, stellt sie in eine Position die nicht mit deutschen Standards verglichen werden kann. Aber nein, sie sind nicht hilflos.

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They take care of themselves, they always did. They know how to wash their clothes, how to cook for themselves, the elders are there for the small ones.

Sie kümmern sich um sich selbst. Das haben sie schon immer getan. Sie wissen wie sie ihre Kleidung zu waschen haben, wie sie für sich selbst kochen. Die Älteren sind für die jüngeren da.

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Maybe i can get them things to make the daily life easier or just things that makes the evening more enjoyable. I may help to raise some fund for the shelter, so that they don’t have to move again. But in the end i’m not there to play the life saviour. I’m there to learn something from them. How different life can be all over the world.

Vielleicht kann ich ihnen Dinge besorgen, die den Alltag leichter gestallten oder den Abend genießbarer machen. Ich kann ihnen helfen Spenden für das Heim zu sammeln, sodass sie nicht wieder umziehen müssen. Aber am Ende bin ich nicht da um den Lebensretter zu spielen. Ich bin dort um etwas von ihnen zu lernen. Wie verschieden das Leben überall auf der Welt sein kann.

And i can teach them to relay on themselves, to have faith. Just be someone who believes in them. And in this case it doesn’t matter where i’m from. There is no lower or higher position because of my heritage or my academic grade – i sure as hell don’t lead anything and i’m not able to explain them how they should do their work, how they should live. There is no superior position because i got the chance to not grow up during civil war like my parents did but to grow up in a rich country where a big part (i don’t say everything, but at least a significant amount) was earned through (post-) colonial exploitation and weapon selling. In this case, i’m just a human giving and more important, receiving love from individual small human beings that life decided to be harder on.

Und ich kann ihnen beibringen, sich auf sich selbst zu verlassen, Vertrauen zu haben. Jemand sein, der an sie glaubt. Und in diesem Fall ist es vollkommen egal woher ich komme. Es gibt keine höhere oder niedrigere Position wegen meiner Herkunft oder meines Bildungsgrades. Und ganz sicher leite ich hier nichts und ich bin auch nicht dazu fähig, ihnen zu erklären wie sie ihre Arbeit machen sollten, wie sie leben sollten. Es gibt keine überlegene Position, weil ich die Chance hatte nicht wie meine Eltern im Bürgerkrieg aufgewachsen zu sein, sondern in einem reichen Land, wo der Großteil (ich sage nicht alles, aber zumindest ein bedeutender Anteil) durch (post-)koloniale Ausbeutung und Waffenverkauf verdient wurde. In diesem Fall bin ich einfach nur ein Mensch der Liebt gibt und viel wichtiger, Liebe erfährt. Von individuellen kleinen Menschen, bei denen das Leben entschieden hat, ein wenig härter zu sein.

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In this country the bigger part of the society may not be as wealthy as elsewhere over the world (and by that i obviously mean the western countries which profitted from colonialism and exploitation and still continue to do so). But that doesn’t mean they cannot take care of themselves. Furthermore they will be tougher, know other ways and tricks. And for me personally, there lies the beauty.

In diesem Land ist der große Teil der Gesellschaft vielleicht nicht so wohlhabend wie anderswo auf der Welt (und damit meine ich offensichtlich die westlichen Länder die vom Kolonialismus und Ausbeutung profitiert haben und es immer noch tun.) Aber das heißt nicht, dass sie nicht auf sich selbst Acht geben können. Viel mehr werden sie tougher sein, andere Wege und Tricks kennen. Und für mich persönlich liegt darin die Schönheit.

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Sometimes it’s just about exchanging the view. And india is so much more than poverty and bollywood like the media wants to tell you. India is diverse, actually diverser than anything i’ve seen before.

Manchmal geht es einfach darum Perspektiven auszutauschen. Und Indien ist so viel mehr als Armut und Bollywood wie manche Medien es vermitteln wollen. Indien ist divers, tatsächlich diverser als alles was ich jemals zuvor gesehen habe.

If i put them through harm by leaving them after a certain time, like all the other volunteers did?

Füge ich ihnen Leid zu wenn ich sie nach einer bestimmten Zeit verlasse, so wie es alle Freiwilligen vor mir taten?

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