Mahaballipuram with Kumar: „You see, because of all the people who helped me, i can help others. […] I think Shiva sent you Berty because now i can help others again.“

It’s this typical atmosphere, that excitement right after i decide to go out without any clear goal and just see what life has prepared for me for the next days. And there i am again, 2 minutes after i got out there is this man – sorrounded by dogs who he keeps feeding. He has some food rolled in newspaper, a pack for each dog. – „Hey you! Welcome! What’s your name? I’m Kumar. Where are you from?“

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Es ist diese typische Atmosphäre, diese Aufregung direkt nach der Entscheidung ohne jegliches Ziel auszugehen und zu sehen was das Leben für mich für die nächsten Tage geplant hat. Und da bin ich wieder, zwei Minuten nachdem ich raus bin steht da dieser Mann – umringt von Hunden die er füttert. Ein wenig Essen hat er in Zeitungspapier eingewickelt, jeweils ein Päckchen für jeden Hund. – „Hey du! Willkommen! Wie ist dein Name? Ich bin Kumar. Woher kommst du?“

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And there is this tiny tiny thought inside of my that says „who is this guy? He is weird but can i trust him?“ – „C’mon let’s drink a tea Berty, you seem to be a nice guy.“ Done. For a moment i forgot that i’m considered to be a weird guy too.

„I am a stone carving artist and a guide but i mostly like helping people. People think i am crazy – i spend 400 rupies every day for the dogs. I go around and spent money for food and medicine for the elders and sick ones on the streets and everyone who needs it. But you see you somehow really remind me of a friend of mine. He took care of me when i was homeless for a while in london when noone else would. You look like him, that’s why i wanted to talk to you. There is this circle of happiness created by shiva that me brought me you today – hadn’t he helped me back then i wouldn’t have met you. […] I lived in England, i lived in France, i lived in New Zealand. But i still like India the most. It’s not only the most beautiful country, but here i can talk to my mother not through the phone but face to face. But i really want to travel through Africa, there is one really famous and old shiva temple i want to see. And i met two people with african heritage, my friend in london and now you and you both were so nice to me. But right now i can’t. My mom is sick. I sleep in a tiny tiny room, i don’t need more. I rather spent so much money for my sick mother. And my brother too. Maybe one day i can do it.“

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Und da ist dieser winzig kleine Gedanke in mir der sagt: „Wer ist dieser Typ? Er ist seltsam, aber kann ich ihm trauen?“ „Komm schon Berty, lass uns einen Tee trinken – du scheinst ein netter Kerl zu sein.“ Erledigt. Für einen Moment schien ich zu vergessen, dass auch ich als seltsam angesehen werde.

„Ich bin ein Steinmetzkünstler und ein Tourführer, aber am meisten mag ich es Menschen zu helfen. Die Anderen glauben ich sei verrückt. Ich gebe jeden Tag 400 Rupien aus für die Hunde aus. Ich gehe herum und gebe Geld für Essen und Medizin für die Älteren, die Kranken auf der Straße und jeden der es benötigt aus. Aber sieh mal, du erinnerst mich irgendwie an einen guten Freund. Er hat sich um mich gekümmert als ich in London obdachlos war und niemand anders mir helfen wollte. Du siehst aus wie er, deshalb wollte ich mit dir reden. Da ist dieser Kreislauf der Glückseligkeit, geschaffen durch Shiva, der mich dich heute gebracht hat. Ich habe in England gelebt, ich habe in Frankreich gelebt, ich habe in Neuseeland gelebt. Aber ich mag Indien immer noch am liebsten. Es ist nicht nur das schönste Land, aber hier kann ich mit meiner Mutter von Angesicht zu Angesicht sprechen. Aber ich will wirklich mal durch Afrika reisen. Da gibt es diesen berühmten Shiva Tempel den ich sehen will. Und ich habe zwei Menschen mit afrikanischen Ursprüngen kennengelernt, meinen Freund in London und jetzt dich und ihr wart beide so herzlich zu mir. Aber momentan sind mir die Hände gebunden. Meine Mutter ist krank. Ich schlafe in einem winzig kleinen Raum, aber ich brauche nicht mehr. Ich gebe lieber das Geld für die Medizin meiner kranken Mutter aus. Und auch für meinen Bruder. Möglicherweise eines Tages kann ich es tun.“

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„I won’t say Europe is bad. They got so much knowledge and they can be really friendly. I actually learned another way of communication and many other things. But still, people are so cold. They don’t really care as much about other people as indians do, as i do, as you do. That’s why i was so happy to get a shelter at my friends house in London. He didn’t know me. He didn’t need to. It’s this attitude i like. If you help others, some day people will help you. I once got lost at the himalaya, i lost everything. And i returned without spending a single penny, just with hitchhiking. I once got lost in the jungle too, but a hidden tribe found me and took care of me. Now they trust me and i visit them from time to time. I even introduced some german people to them who gave up their life and started a commune in the jungle. All of them live the simple life. They live in trees in small wood houses, live with the rythm of the sun.“

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„Ich würde nicht sagen Europa sei schlecht. Sie haben viel wissen und können wirklich freundlich sein. Tatsächlich habe ich eine andere Art der Kommunikation und viele andere Dinge gelernt. Aber dennoch, die Menschen besitzen eine gewisse Kälte. Sie kümmern sich nicht so sehr um Andere wie es die Inder tun, wie ich es tue, wie du es tust. Deshalb war ich so glücklich Unterschlupf im Haus meiner londoner Freundes zu finden. Er kannte mich nicht. Brauchte er auch nicht. Es ist diese Einstellung die ich so mag. Wenn du anderen hilfst wird dir eines Tages jemand anderes helfen. Einmal ging ich am Himalaya verloren, ich hatte alles verloren. Und ich kehrte zurück ohne einen einzigen Pfennig ausgegeben zu haben, nur durchs Pendeln. Einmal ging ich sogar im Dschungel verloren, aber ein versteckter Stamm entdeckte mich und nahm mich auf. Jetzt vertrauen sie mir und ich besuche sie von Zeit zu Zeit. Ich habe ihnen sogar einige Deutsche vorgestellt, die ihr Leben aufgaben und eine Kommune im Dschungel gegründet haben. Alle von ihnen leben das einfache Leben. Sie leben in den Bäumen, in kleinen Holzhäusern; leben mit dem Rythmus der Sonne.“

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„People lost respect. Not only people from other countries, indians too. The tourists who are coming here are destroying are culture slowly. So many values got lost. People throw away their plastic all around the holy temples. People are buying the businesses from small people and selling them again. We are losing our independence. They are always this people with the suits and the ties. Berty can you tell me one thing? Why do they always have to play with and fix their ties? Like why don’t they just throw them away if it’s so uncomfortable? This place really changed with the foreigners. Before it was so much more quiet and nicer“

„The people from the tribe turned down the americans who wanted to buy off their special formula for medicine they are producing. And i’m sad that this attitude is so rare. Lately people have only money in their minds. […] My favourite Hero is Nikola Tesla. He had such a magnificent mind and wanted to have free elictricity for everyone and didn’t care about the money“

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„Die Menschen haben den Respekt verloren. Nicht nur die Menschen aus anderen Ländern, auch Inder. Die Touristen hier zerstören allmählich unsere Kultur. So viele Werte sind verloren gegangen. Menschen schmeißen ihren Plastik überall um die Tempel herum weg. Menschen kaufen die Geschäfte der kleinen Leute und verkaufen sie wieder. Wir verlieren unsere Selbstständigkeit. Es sind immer die mit den Anzügen und Krawatten. Berty kannst du mir eines erzählen? Warum müssen sie immer mit Krawatten spielen und sie richten? Warum schmeißen sie sie nicht einfach weg wenn sie so unbequem sind? Dieser Ort hat sich wirklich verändert mit den Fremden. Davor war es so viel ruhiger und schöner.“

„Die Menschen vom Stamm haben das Geld der Amerikaner abgelehnt, die ihr Spezialrezept für die Medizin die sie herstellen aufkaufen wollten. Und es macht mich traurig, dass diese Einstellung so selten ist. Heutzutage haben die Menschen nur noch Geld im Sinn. […] Mein Lieblingsheld ist Nikola Tesla. Er hatte so einen brillanten Verstand und wollte kostenlose Elektrizität für alle und hat sich nicht ums Geld geschert.

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„There are some high energies here. I always stand up at 6 a clock to meditate, i do this for years. Can you feel the strong cosmic energies around here?

„I have the mark of shiva on my back and i was chosen by him to do good. Through meditating i hear his call“

And there we were, meditating all around the tour around the holy temples and places. And with an almost insanely huge knowledge about the almost 1400 year old temples that were appointed to be an UNESCO world heritage, i got to see so many incredibly beautiful places normal tourists won’t even think or know of. I knew from the beginning on that this guy was extremely intelligent, but he managed to surprise me all the way through. Again and again. In the evening we were just sitting alongside at the beach, away from all the tourist places he hated. Just the two of us and the street dogs that sorrounded him. With the wind and the waves, meditating for an hour. Keeping quiet.

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„Hier fließen starke Energien. Ich stehe jeden Morgen um 6 auf und meditiere. Ich tue das seit Jahren. Kannst du die starken kosmischen Energien fühlen?“

„Ich habe das Zeichen Shivas auf meinem Rücken und ich wurde von ihm auserwählt Gutes zu tun. Durchs meditieren höre ich seinen Ruf.“

Und da waren wir, meditierend durch die ganze Tour um die heiligen Tempel und Plätze. Und mit einem schier unglaublichen Wissen über die knapp 1400 Jahre alten Tempel, die zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt wurden, durfte ich die unglaublich schönen Plätze sehen, die ein normaler Tourist so niemals erwägen, geschweige denn sehen würde. Ich wusste von Anfang an, dass dieser Mensch unfassbar intelligent ist, aber ihm gelang es immer wieder aufs Neueste mich zu überraschen. Am Abend würden wir einfach nur nebeneinander am Strand verweilen, weg von allen Touristenorten, die er hasste. Nur wir beide und die Straßenhunde die ihn umgaben. Mit dem Wind und den Wellen, meditierend für eine Stunde. Der Stille lauschend.

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Support the locals

„With this money you really helped me and many other. I hadn’t had business for almost a month. You see we live here in a commune. All the art that is selled is from me and many other people who live here. Old women, disabled people – with this money you don’t only got me medicine for mother and the dogs, you helped a guy with no legs living good for the next weeks. And i am so happy that you will have some art of mine in your room. But Berty. I hope you know it’s not about the money. I don’t like money and what it does to people. I only like the friendship you and i built.“

„Mit diesem Geld hast du mir und anderen wirklich geholfen. Ich hatte keine Einnahmen für fast einen ganzen Monat. Sieh, wir leben hier in einer Kommune. Die ganze Kunst die verkauft wird wurde von mir und anderen die hier leben hergestellt. Alte Frauen, Menschen mit Behinderungen – mit diesem Geld hast du nicht nur meiner Mutter und den Hunden die Medizin finanziert, du hast auch jemandem ohne Beine ein paar schöne nächste Wochen beschert. Und ich bin so glücklich, dass du ein bisschen Kunst von mir in deinem Zimmer haben wirst. Aber Berty. Ich hoffe du weißt, dass es nicht ums Geld geht. Es geht einzig und allein um die Freundschaft, die wir beide aufgebaut haben.“

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Waking up at 6 o’clock. Sitting there, just watching and listening to the rain for hours. His smile supports the aura of a wise man that has seen so much and understands the human mind and soul. And then he just tells me that he never had the chance to go to school. But clearly his thirst of knowledge forced him to devour not only tons of books but also human minds. When you decide to visit Mahaballipuram, go with him. You will not regret it. And greet me from him.

Aufwachen um 6 Uhr Morgens. Da sitzen, lediglich dem Regen für Stunden zuschauen und zuhören. Sein Lächeln unterstützt die Aura dieses weisen Mannes, der so viel gesehen hat und den menschlichen Verstand, wie auch die Seele versteht. Und dann erzählt er mir, dass er nie die Chance hatte zur Schule zu gehen. Aber ganz offensichtlich hat sein Wissensdurst ihn dazu gezwungen nicht nur Tonnen von Büchern, sondern auch den menschlichen Verstand zu verschlingen. Wenn du dich entscheidest nach Mahaballipuram zu gehen, geh mit ihm. Du wirst es nicht bereuen. Und grüß ihn von mir.

P.S. I’m not the only one thinking like this, look at his reviews!:

P.S. Ich bin nicht der einzige der so denkt, seht euch seine Rezensionen an!:

https://www.tourhq.com/index/reviews/MzMzNTM=

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